Jiggel
Jiggel, ein idyllischer Ortsteil der Gemeinde Bergen an der Dumme im niedersächsischen Landkreis Lüchow-Dannenberg, liegt etwa zwei Kilometer nördlich vom Hauptort Bergen und nahe der Grenze zu Sachsen-Anhalt. Als typisches Rundlingsdorf des Wendlands bewahrt Jiggel bis heute seine historische Struktur und seinen besonderen Charme.
Die Ursprünge von Jiggel reichen bis ins 18. Jahrhundert zurück. Bereits in der Landesaufnahme von 1777 ist das Dorf als eine gebogene Reihe von fünf Hofstellen dokumentiert – ein klassisches Merkmal der slawisch geprägten Rundlingsdörfer. Auch in der Verkoppelungskarte von 1848 sind diese Höfe klar erkennbar.
Am 1. Juli 1972 wurde Jiggel im Rahmen der niedersächsischen Gemeindereform in den Flecken Bergen an der Dumme eingegliedert. Zuvor war es eine eigenständige Gemeinde mit landwirtschaftlicher Prägung und enger Dorfgemeinschaft.
Der historische Ortskern von Jiggel steht heute unter Denkmalschutz. Besonders hervorzuheben sind:
• Fünf große Hofanlagen aus dem 19. Jahrhundert, deren Giebel sich zum Dorfplatz hin öffnen
• Nebengebäude aus dem 18. Jahrhundert, die bis heute erhalten sind
• Die Wassermühle Jiggel, ein technikgeschichtliches Denkmal mit Mühlengebäuden, Stallungen und Scheunen
Die Mühlenanlage im Westen des Dorfes ist ein eindrucksvolles Zeugnis der regionalen Wirtschafts- und Technikgeschichte. Zwei mittelschlächtige Wasserräder trieben einst eine Getreidemühle und eine Ölmühle an – ein seltenes Beispiel für die Kombination beider Funktionen.
Die Fuhrt unterhalb der alten Mühle läd zum Rasten und verweilen ein.
Jiggel liegt am Schnegaer Mühlenbach, auch „Dullbornbeke“ genannt, der durch das Naturschutzgebiet Obere Dummeniederung fließt. Die Umgebung ist geprägt von Streuobstwiesen, alten Obstsorten und einer artenreichen Flora und Fauna. Die Nähe zum Naturpark Elbhöhen-Wendland macht Jiggel zu einem beliebten Ziel für Wanderer und Radfahrer.



