Bergen an der Dumme
Entdecke den Ort, den du lieben wirst

Belau



Belau, ein kleiner und ruhiger Ortsteil der Gemeinde Bergen an der Dumme im niedersächsischen Landkreis Lüchow-Dannenberg, liegt etwa einen Kilometer südwestlich vom Hauptort Bergen und südlich der Bundesstraße 71. Eingebettet in die sanfte Landschaft des Wendlands und direkt angrenzend an das Naturschutzgebiet Obere Dummeniederung, bietet Belau eine besondere Mischung aus ländlicher Idylle, historischer Tiefe und geistlicher Präsenz.

Der Name Belau ist vermutlich von „Beleve“, dem Ort des guten Gottes abgeleitet. Der Kernort Belau ist regionstypisch als Rundling ausgebildet. Gräberfunde lassen darauf schließen, dass die Besiedlung bis zurück in die Bronzezeit (2000-1200 v.Ch.) reicht.
Im Jahr 1848 wurden hier 13 Wohngebäude mit insgesamt 84 Einwohnern gezählt. Damals war der Ort nach Bergen eingepfarrt – dort befanden sich Kirche und Schule. Am 1. Dezember 1910 hatte Belau 57 Einwohner und war eine eigenständige Gemeinde im Kreis Lüchow. Die Eingemeindung in den Flecken Bergen an der Dumme erfolgte am 1. Juli 1972 im Zuge der niedersächsischen Gemeindereform.


Ein herausragendes Denkmal ist die Hofanlage Belau Nr. 3, bestehend aus:
• Einem Wohn- und Wirtschaftsgebäude aus dem Jahr 1819
• Einer Torscheune aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, die das Grundstück zum Dorfplatz hin begrenzt.

Diese Gebäude stehen unter Denkmalschutz und sind bedeutend für die geschichtliche und städtebauliche Entwicklung des Ortes.
Besonders erwähnenswert ist die Präsenz der Evangelischen Lukas-Communität, die in Belau ihr geistliches und diakonisches Zentrum betrieben hat. Die Gemeinschaft war überregional bekannt für ihre spirituelle Arbeit, Einkehrtage und Angebote für Menschen, die Ruhe und Orientierung suchten. 
Damit ist Belau nicht nur ein Ort der Geschichte, sondern auch ein Ort der inneren Einkehr.

Leider schloss die Lukas-Communität 2025 seine Tore.

Ein weiterer wichtiger Bestanteil des Dorfes ist die „terra est vita“.  Seit 1979 leben geistig Behinderte Menschen auf einen alten Hofstelle und bringen sich in die Dorfgemeinschaft ein.

Jedes Jahr im Dezember ist Belau zudem eine zentrale Anlaufstelle für Weihnachtsbaumsuchende. Bei einem heißen Getränk und einem Schnack, wird die Auswahl des Baumes nicht nur für die Kinder ein Event.